Staatlich befugte und beeidete Ingenieurkonsulenten für Bauingenieurwesen, Kulturtechnik und Wasserwirtschaft
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Radroute Bregenz – Hard mit neuer Radbrücke eröffnet

Neue Qualität für bis zu 3.000 Radfahrer täglich


Mit dem – streckenmäßig gesehen – vermutlich längsten Radfest der Region haben die sechs plan-b Gemeinden die neue Radroute zwischen Bregenz und Hard samt eleganter Radbrücke eröffnet. Tausende Menschen erlebten beim Radfrühling am 7. Mai 2011 die neue Qualität für Fußgänger und Radfahrer – ein klares Signal der Region und ihrer guten Zusammenarbeit für bewusste Mobilität.

Seit wenigen Tagen erst ist sie befahrbar und schon eine Attraktion: Die neue Radverbindung zwischen Bregenz und Hard mit der dezenten, aber doch selbstbewussten neuen Radbrücke hat in den vergangenen Wochen bereits Tausende Menschen zu einem Baustellenbesuch oder jetzt zu einer Überfahrt „verführt“. Die Route führt vom Zentrum in Hard mit Vorrang für die Radfahrer über die Bregenzerach-Radbrücke über einen neuen Streckenabschnitt bis zum Sportzentrum Neu-Amerika und von dort weiter in die Bregenzer Innenstadt. Bis zu 3.000 Radfahrer pro Tag profitieren von mehr Verkehrssicherheit und einer um 1,4 Kilometer kürzeren Strecke. In allen Planungs- und Bauphasen waren neben der Verkehrswirkung Natur-, Hochwasser- und Grundwasserschutz wichtige Fixpunkte.

Rudhardt+Gasser: Technische Kompetenz und wirksame Prozessunterstützung
Das Zivilingenieurbüro Rudhardt+Gasser wurde von den Bauherren, der Landeshauptstadt Bregenz und der Marktgemeinde Hard, mit Projektsteuerung, Abwicklung der Behördenverfahren und der Bauaufsicht für die Zulaufstrecken beauftragt. Zusätzlich bearbeitete das Büro alle hochwasser- und grundwasserrelevanten Aspekte und die Elektroplanung. Umgesetzt wurde das Brückenprojekt der Gewinner eines zweistufigen, von Rudhardt+Gasser betreuten Architektur- und Konstruktionswettbewerbes, der Arbeitsgemeinschaft Wörle-Sparowitz, Müllauer, gbd Gruppe Bau Dornbirn. Entscheidend für den Wettbewerbszuschlag waren die sensible architektonische Antwort und der konstruktive Lösungsansatz als integrales Tragwerk.

Projektbearbeitung nach Maß
Von zentraler Bedeutung für einen Konsens im Behördenverfahren waren der vom UMG Umweltbüro Grabher, Bregenz, erarbeitete Katalog an Ausgleichsmaßnahmen und die eigens bestellte ökologische Bauaufsicht. Die innovative und naturschonende Lichtlösung mit LED auf der Brücke wurde von Dipl.-Ing. (HTL) Max Hartmann (Altach) geplant. Trotz einer neuen beleuchteten Trassenlänge von 1,4 Kilometer wurde der Gesamtlichteintrag im Planungsgebiet verringert. Für die interne und externe Kommunikation im Gesamtprozess zeichnete das mprove Team für Kommunikation (Andelsbuch) verantwortlich. Mit den Baumeisterarbeiten für Tiefbau bei der Brücke und bei den Zulaufstrecken wurde das Andelsbucher Bauunternehmen Oberhauser & Schedler beauftragt. Der Gesamtauftrag für die Errichtung der Stahlbeton- und der Stahlbrücke samt Spezialtiefbau und Brückenausrüstung wurde der Firma TEERAG ASDAG mit Sitz in Kematen erteilt.

Mehrwert für Standort und Natur
Dieses Projekt ist mehr als nur Herzstück einer neuen Radroute mit überregionaler Bedeutung. Gehölzpflanzungen auf mehreren Tausend Quadratmetern, der Rückbau bestehender Zufahrten, hohe Sensibilität während Planung und Bauphase oder die Neuanlage von Lebensräumen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten schaffen Mehrwert für die Natur. Damit konnte das  Projekt im Konsens mit allen beteiligten Sachverständigen, Institutionen und Behörden realisiert werden. Zusätzlich sind Trinkwasser- und  Hochwasserschutz in diesem Gebiet jetzt auf einem höheren Standard als zuvor. Ein rundum stimmiges Projekt.