Rudhardt+Gasser luden zum Symposium "WASSER 2010"

v.l.: Bgm. DI Markus Linhart, Bgm. Gottfried Brändle, DI Michael Gasser, Landesrat Ing. Erich Schwärzler, DI Wilfried Rudhardt, Dr. Jürg Trösch, DI Haimo Rudhardt, Alt-Bgm. Erwin Mohr
Im Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus fand am 19. März 2010 das Symposium „WASSER 2010“ statt. Über Einladung von Rudhardt+Gasser setzten sich über 150 Teilnehmer mit aktuellen Aufgabenstellungen rund um Trink-, Nutz- und Hochwasser und Ökologie am Wasser auseinander. Experten spannten dazu den Bogen vom gesetzlichen Rahmen bis hin zur praktischen Umsetzung in EU, Gemeinde oder Unternehmen.
In Bregenz informierten sich am 19. März 2010 150 Entscheidungsträger und Experten über aktuelle Entwicklungen rund um die Ressource Wasser. In ihren Eingangsstatements betonten der Vorarlberger Landesrat Erich Schwärzler und der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart die steigenden Herausforderungen in diesem Zusammenhang. Neue Finanzierungsverhältnisse, Sanierungserfordernisse, Klima-, Hochwasser- oder Gewässerschutz oder Ressourcenschonung sind Aufgaben, die nur in enger Zusammenarbeit vieler Beteiligter erfüllt werden können.
Wasser: Wirtschafts- und Klimafaktor im weltweiten Kontext
Erwin Mohr, Präsidiumsmitglied im Ausschuss der Regionen in Brüssel, öffnete die europäische und globale Perspektive, in der Wasser eine zentrale Rolle spielt. Abgesehen von rechtlichen Rahmenbedingungen sieht die EU Handlungsbedarf und Chancen in verschiedensten Bereichen:
- Europa kann sein Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch abkoppeln, ein Kompetenz-/Technologie-Schwerpunkt Klimawandel und Umwelt wäre ein Weg dazu.
- Hochwasserereignisse werden zunehmen, der Katastrophenschutz ist entsprechend zu erweitern.
- Die Anbauflächen für Lebensmittel schrumpfen weltweit – auch wegen Wassermangel. Europa will seine höchstwertige Lebensmittelproduktion erhalten.
Hochwasserschutz braucht mehr als eine Antwort
Am Beispiel Alpenrhein zeigte der Schweizer Dr. Jürg Trösch die Komplexität von Planungen und Umsetzungen am Gewässer auf. Der Alpenrhein ist Lebensader für Mensch, Natur und Wirtschaft, hat aber gleichzeitig ein gewaltiges Schadenspotenzial: Nicht nur Hochwasser, sondern auch Änderungen im Grundwasserstand oder Sickerwasser können große Probleme bereiten. Verschiedene Modelle erhöhen die Planungssicherheit und geben Unterstützung bei Entscheidungen. In Bregenz stellte Trösch ein Grundwassermodell für den Rhein vor, das den Einfluss des Flusses auf andere Systeme wie Gießen oder Grundwasser erkennbar macht.
Standort Vorarlberg im Wechselspiel von Hochwasser, Hochpreis und Verkehr
In einem verketteten Industrieunternehmen wie der Fa. Julius Blum GmbH bestehen ganz spezielle Schadenspotenziale bei Hochwasser, wie Thomas Rimmele, Sicherheitstechniker und Umweltbeauftragter und Ing. Wolfgang Marlin, Betriebsplaner, in ihrem Vortrag gut veranschaulichen konnten. Entsprechend umfangreich ist das Konzept für die Hochwasserschutzmaßnahmen im Blum-Konzern. Diese entfalten laut Marlin aber erst in Kombination mit dem Hochwasserschutz der öffentlichen Hand die volle Wirkung.
Moderne Wirtschaftsmodelle für Abwasser
Mit einer anderen Herausforderung setzt sich der Abwasserverband Hohenems erfolgreich auseinander. Bgm. Gottfried Brändle, Altach, stellte ein Kalkulationsmodell vor, das nicht nur laufende Kosten, sondern auch wiederkehrende Investitionen berücksichtigt und so zur Sicherung der Infrastruktur beiträgt. Damit können Sprünge in den Abwassergebühren vermieden werden und die Qualität der Abwassersammlung und -reinigung wird auch für die Zukunft gesichert.
Vergaberecht und Kultur am Wasser – ein Widerspruch?
Die Vergabepraxis in Kulturinstitutionen hat in Österreich und international in den vergangenen Wochen für einiges Aufsehen gesorgt. Die Bregenzer Festspiele arbeiten seit Jahren mit jenen Standards, die für öffentliche Vergaben vorgegeben sind, wie deren technischer Direktor Ing. Mag. Gerd Alfons berichtete. Gemeinsam mit dem Büro Rudhardt+Gasser wurden die bestehenden Prozesse weiterentwickelt. Die Vergabewege der Bregenzer Festspiele sind deshalb besonders komplex, weil künstlerische, technische, rechtliche und wirtschaftliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden müssen.
Zivilingenieure Rudhardt+Gasser, Bregenz
Das Bregenzer Zivilingenieurbüro Rudhardt+Gasser arbeitet seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich für öffentliche und private Auftraggeber. Zusätzlich zu den umfassenden Kompetenzen in Projekten rund ums Wasser – Trinkwasser, Netze, Aufbereitung, Hochwasserschutz oder Entwässerung – baute das Unternehmen in den letzten Jahren seine Kompetenzen für besondere Aufgabenstellungen konsequent aus. Rudhardt+Gasser entwickelt und begleitet erfolgreich komplexe Planungen rund um Wasser, betreut Wettbewerbe und Vergabeprozesse oder unterstützt bei der Erschließung alternativer Energien.