Projekte
Dorfbach Hard: 1. Projekt im Nationalen Gewässerschutzplan
Das erste Vorarlberger Projekt des Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplanes in Vorarlberg ist zur behördlichen Bewilligung eingereicht.
Der nationale Gewässerschutzplan NGP finanziert bis 2015 Projekte zur Behebung von Strukturproblemen in Fließgewässern österreichweit mit 150 Mio EUR. Diese Förderschiene dient NICHT der Verbesserung des Hochwasserschutzes.
-> Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm für die Gewässer in Vorarlberg – Beteiligung der Öffentlichkeit
-> WISA Lebensministerium
Der Dorfbach in Hard zwischen Wolffmühle und Bodensee weist starke Strukturdefizite und Mängel bei der Fischpassierbarkeit auf. Parallel zur geplanten Zentrumsverbauung in der MG Hard wurde für diesen Bachabschnitt von Rudhardt+Gasser, Ziviltechniker ein Einreichprojekt nach den Zielsetzungen des NGP erstellt, das diese Mängel 2010 und 2011 behebt.
Hauptproblem derzeit sind die geringe Wasserführung sowie zahlreiche Einbauten und Verunreinigungen im Bachsediment die von befahrenen Flächen stammen. Durch Schaffung einer Niedrigwasserrinne und Nutzung der vorhandenen Höhenreserven führt der Bach zukünftig ganzjährig Wasser. Störende Einbauten früherer industrieller Nutzungen werden entfernt. In einem nächsten Schritt soll eine weitere Verbesserung der Niederwasserführung mit einer Einspeisung von Grundwasser geprüft werden.
Die erforderlichen Baumaßnahmen im Gerinne wurden in einem breiten Konsensverfahren mit Anrainern, Behörden und Fördergebern abgestimmt. Am Dorfbachufer ist eine kurze und attraktive Fußwegverbindung vom Dorfzentrum zum Bodensee geplant. Bei der Hauptschule ist neben dem „geordneten“ Fußweg auch ein unbefestigter und unregulierter Fußpfad direkt entlang der Wasserlinie vorgesehen. Für Gäste und Anrainer schaffen zahlreiche Abgänge und Zugänge neue Möglichkeiten zum Dorfbach zu gelangen.
Einweihung der ARA Leiblachtal 6. März 2010
Die ARA Leiblachtal wurde 1983 errichtet. Industrieeinleitungen haben ihr jahrelang schwer zu schaffen gemacht. Mit den 2008 und 2009 umgesetzten Maßnahmen entspricht sie dem Stand der Technik und kann gesichert alle geforderten Ablaufwerte für 41.500 Einwohnerwerte einhalten.
Das Projekt von Rudhardt+Gasser, Ziviltechniker hat die bestehenden Becken und Bauwerke erhalten. In den bestehenden Biologiebecken wurde durch geänderte Prozessführung eine deutliche Leistungssteigerung erreicht.
Anstelle der Behandlung von großen Mischwasserzuflüssen in separaten, neuen Regenklärbecken wurde erstmals in Westösterreich ein geregelter Mischwasserbypass installiert. Im Regenwetterfall wird damit die die biologische Reinigungskapazität in den vorhandenen Nachklärbecken nutzbar gemacht.
Ein weiterer besonderer Prozessschritt ist die SBR Anlage die im Batch- und Durchlaufbetrieb gefahren werden kann. Die Anlage kann mit Stickstoff hochbelastete Abwasserteilströme aus der Schlammbehandlung kostengünstig und energetisch hocheffizient behandeln.
Zwei Jahre Vollbetrieb haben bewiesen, dass die Prozesse stabil laufen, die Ablaufwerte niedrig sind. Dabei ist der Energieverbrauch trotz gestiegener Belastung und besserer Reinigungsleistung deutlich gesunken.
Der größte Teil der benötigten Elektrizität sowie die gesamte Wärmeenergie wird mit eigenem Biogas in einem Blockheizkraftwerk erzeugt. Die Eigenenergieerzeugung auf der ARA leistet einen wesentlichen Beitrag für die Standortgemeinde Hörbranz als e5 Gemeinde







